Sommerhit coldbrew

Sommerhit coldbrew

brühen
Betonung:  brÜhen
Lautschrift: [ˈbryːən]
schwaches Verb
etwas mit kochendem Wasser übergießen, kochendem Wasser aussetzen.
mittelhochdeutsch brüen, brüejen = brühen, sengen, brennen, ursprünglich = (auf)wallen, sieden

Mit kaltem Wasser brühen. Contradictio in adjecto oder Paradoxon? Magie?
Hauptsache eisgekühlt!
Sommermoden kommen und gehen. Was bleibt ist unsere Liebe zu Eiskaffee. Aber nicht die Wiener Variante aus dem Eissalon, sondern hardcore zum Kampf gegen sommerliches Hitzedösen.

Warum kalt brühen?

Kalt aufgegossener Kaffee ist wesentlich säureärmer und damit auch bekömmlicher. Die Aromen und Öle des Kaffees werden sanft extrahiert, die Bitterstoffe bleiben in den Kaffeebohnen. Das hängt mit der Wassertemperatur zusammen. Je heißer das Wasser, um so mehr Bitterstoffe werden gelöst. Wird nur kaltes Wasser verwendet, ist das Resultat ein sehr aromatisches Kaffeekonzentrat, das mit Wasser verlängert wird und durch einen besonders kräftigen Geschmack überzeugt.

Das Konzentrat enthält insgesamt 90% der Geschmackselemente, aber nur 15% der Säuren eines normalen Kaffees. Je länger der Prozess dauert, desto geschmacksintensiver ist das Endresultat. Da vor allem beim cold brew Verfahren eine größere Menge an Kaffeepulver eingesetzt wird, fällt Koffeingehalt höher aus (weshalb wir die kalten Kaffeekonzentrate daher vor dem Genuss immer verdünnen).

Das Verfahren

cold brew oder cold drip? Beide Methoden erzeugen aromatischen Kaffee ohne Bitterstoffe. Beide benötigen viel Zeit. Dennoch sind sie in ihrer Art sehr unterschiedlich.
Beim cold drip Verfahren tropft kaltes Wasser über Stunden durch einen Filter mit frisch gemahlenem Kaffee. Eigene Dripper sorgen für das perfekte Ergebnis, da man damit den Tropfrhythmus genaustens anhand eines Ventils einstellen kann. Die Kaffeeextraktion dauert bis zu 10 Stunden und wird auf die Kaffeesorte abgestimmt.
Für den cold brew zieht grob gemahlener Kaffee in kaltem Wasser für bis zu 24 Stunden und wird im Anschluss abgeseiht. Das Ergebnis ist weniger komplex aber einfacher in der Herstellung, benötigen wir dafür nur ein Gefäß und ein Sieb. Ob im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur gezogen wird, ist eine Glaubensfrage.

Die Kaffeesorten

Grundsätzlich kann jede Sorte dafür verwendet werden. In unseren mehrwöchigen Feldtests haben wir unsere Vorlieben gefunden: für die Beveristas soll es ein nicht zu scharf gerösteter Kaffee sein, eine hellere Röstung ist besser geeignet. Viele Firmen bieten bereits Filterröstungen an. Fruchtiges Aroma mit floralen Noten haben uns überzeugt.

cold brew Kaffee

  • 250 g Kaffee
  • 1 L Wasser
  1. Kaffee frisch mahlen und mit Wasser in einem Gefäß mischen, gut durchrühren. Das Rezept funktioniert auch mit fertig gemahlenen Bohnen, der Geschmack des Cold Brew Kaffees wird aber dann nicht so intensiv ausfallen. Selbst frisch mahlen ist besser!
    Wichtig ist auch der Mahlgrad: die Bohnen müssen grob gemahlen werden, sollen die Konsistenz von groben Sand haben. Das Wasser sollte nicht zu hart sein. Mit gefiltertem Wasser behält der Kaffee eine schöne Fruchtsäure und geschmackliche Tiefe.
  2. Bedecken und 10–24 Stunden ziehen lassen. Je länger desto aromatischer
  3. Zwei Stunden vor Filtrierung nicht mehr umrühren, damit sich das Pulver setzen kann.
  4. Kaffee in einem zweiten Gefäß filtern. Wir verwenden gerne einen Bialetti Metallfilter, unsere Chemex mit Filterpapier oder die Bodum French Press.
  5. Im Kühlschrank zwei Wochen in einem verschlossenen Gefäß haltbar.
  6. Konzentrat im Verhältnis 1:3 verdünnen. Puristen verdünnen mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln. Im Trend liegen heuer Säfte, Eis & Co.: mit etwas Minze oder einem Schuss Holundersirup.

Aber so ganz ohne Eis geht's auch nicht immer. Der perfekte Eiskaffee sieht bei uns so aus:

Affogato freddo

Eine Kugel Eis in den cold brew Kaffee geben. Das ideale Verhältnis ist 50 ml Kaffee auf 100 g Eis. Ganz klassisch Vanille, mit Twist Fiocco, im Trend Haselnuss oder Mandel.

Und hier geht es zu den akkustischen Sommerhits der letzten Jahre: beveristas#3 Natürlich mit allen offiziellen Sommerhits der letzten 20 Jahre.

Was zeichnet eigentlich einen Sommerhit aus? Der Text darf nicht zu anspruchsvoll sein. Die Musik muss ins Ohr gehen, eine eingängige Musik mit schnellen Rhythmen und einem coolen Groove. Ganz wichtig, man muss dazu tanzen können. Nicht umsonst folgen die meisten Hits den Samba oder Reggae Rhythmen. Sommerhits funktionieren bei fast jedem - Hand aufs Herz, wer hat sich im Urlaub nicht bei Macarena zum Affen gemacht? Und trotzdem sind die wenigsten Sommerhits plattenindustriell gemacht. Die meisten funktionieren einfach. Und 2018?

Was wird dein persönlicher Sommerhit 2018?

Foto: Pixabay (Titel)

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