Gelesen - A Short History of Drunkenness

Gelesen - A Short History of Drunkenness

How, why, where and when humankind got merry from the Stone Age to the present - DIE Geburtstagsüberraschung für die Getränkebloggerin!

The Inky Fool, Mark Forsyth spannt den Bogen der (Be-)Trunkenheit von türkischen Bierbrauern 10.000 vor Christus über mittelalterliche Tavernen bis hin zur Prohibition. Von den Bier trinkenden Ägyptern zu den Wein liebenden Griechen, von Agave-Cider produzierenden Azteken zu Met-Orgien der Vikinger. Die Alkoholseen der chinesischen Kaiser, die staatlichen Wodkahäuser in Moskau oder die Saloons im Wilden Westen – Forsyth nennt sie alle:

„Almost every culture on earth has drink, and where there´s drink there´s drunkenness. But in every age and in every place drunkenness is a little bit different. It can be religious, it can be sexual, it can be the duty of kings or the relief of peasants. It can be an offering tot he ancestors, or a way of marking the end of a day´s work. It can send you to sleep, or send you into battle.“

Fazit: Dieses Buch fällt sicher in die Kategorie „Unnützes Wissen“ – aber Hand aufs Herz, was ist schon Nützlich? Für mich viel Neues, humorvoll präsentiert und wunderbar geschrieben. Es ist ein Genuss zu lesen, was aber für alle, die den Blog, die Bücher oder Ted Talks von Mark Forsyth kennen, keine Überraschung ist. Ein leichtes Buch für Zwischendurch, schnell gelesen an einem Sonntagnachmittag, bei einem Glas oder zwei oder drei ... Nur in englischer Sprache.
Mark Forsyth: A short history of drunkenness. Viking 2017. ISBN 978-0-241-29768-1

Österreich generell oder in Wien im Speziellen ist leider nicht enthalten. Um diese Lücke zumindest etymologisch zu schließen, sei ein Blick in Peter Wehles legendäres Dialektkompendium gestattet: Der trinkende Wiener ist demnach
„zuerst leicht ãndudelt, ãndippelt, ãnblåsen, ãngstraat,
und später, wenn er schon mehrere Viertel åbigstessen, packt oder einetranklt hat, wird er
ãngstochen, ãngflaschlt, ãntschechert, veigerlblau sein
und wenn es zu einem Ende mit Schrecken kommt, ist er dann
schickker, rauschig, (voll-)fett wia r a Emmentåler,
und endlich ist er ãnxoffn wia r a Bådschwåmm oder går wia r a Häusltschick.
Er hat einen Schweigl, einen Koks, einen Schwül, einen Newl, einen Fetzn, einen Spitz, einen Schwåmma, einen Någl und endlich einen påtzn Rausch.
Er is im Öl, hat sei Quantum, sei Fettn, sei Schmalz, er hat an´n sitzn.“
Peter Wehle: Sprechen Sie Wienerisch. Carl Ueberreuter, Wien 1980. ISBN 3-8000-3165-5

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