Moscow Mule

Moscow Mule

Geburtstagsfest von Freunden in Wien Währing. Ein Raunen geht durch die Gäste, als Tabletts mit eisgekühlten Kupferbechern gereicht werden. Moscow Mule. Der simple Klassiker aus Wodka, Limette und Ingwer feiert auch bei uns sein Comeback. Eine Erfrischung für alle, die Alkohol trinken aber nicht schmecken wollen. Genau richtig für eine Party im Sommer. Wo es gilt, auch nach zwei Drinks noch Haltung zu bewahren.

Seinen Ursprung hatte der russische Esel übrigens in den USA der 1940er Jahre. Als Marketingidee. Smirnoff wollte seinen Wodka in Amerika bekannter machen, Wirt Jack Hogan seine Ingwerlimonade verkaufen. Eine ausgeklügelte Marketingstrategie, in deren Mittelpunkt auch die markanten Kupferbecher standen, sorgte für den ersten Hype. Der zweite startete in den letzten Jahren, als Speziallimonade in Mode und Ginger Beer damit in die Regale der Supermärkte kam.

Moscow Mule

  • 50 ml Wodka
  • 25 ml frischer Limettensaft
  • 4 Dash Cocktail Bitters, z.B. Angostura nach Geschmack
  • 150 ml Ginger Beer

Im Glas auf Eiswürfeln umrühren, mit Ginger Beer auffüllen.
Als Garnitur empfiehlt sich Limette. Die Gurkenscheibe ist eine Münchner Erfindung. Wobei der Munich Mule mit Gin statt Wodka gemacht wird: 50 ml Gin, 20 ml Limettensaft und 80 ml Ginger  Beer. Mit 45 ml Calvados auf 120 ml Ginger Beer wird es zum Paris Mule. Drei Mal geraten, was im Cuban Mule den Wodka ersetzt?

Übrigens: Der traditionelle Kupferbecher sollte das Getränk unverwechselbar machen - auf den Geschmack hat es keinen Einfluss, ein Highball Glas tut es auch.

Wodka

Wodka enthält mindestens 38% - kann aber auch bis zu 88% gehen. Weniger ist in diesem Fall mehr: Bei Longdrinks sollte man nicht über 40% gehen, straight getrunken sollte die Grenze bei 38% angesetzt werden.
Wodka kann aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen hergestellt werden. Es empfiehlt sich, nicht nur auf den Preis sondern vor allen auf die Inhaltsstoffe zu schauen. Qualitätsware ist immer aus Getreide, in Osteuropa Roggen, in den skandinavischen Ländern Weizen. Aber am Markt sind auch Kartoffeln oder Obst üblich.
Handelsüblicher Wodka wird bis zu fünfmal destilliert, dann mit Wasser auf den gewünschten Alkoholgrad eingestellt. Geschmack bleibt dabei nicht wirklich übrig. Ein guter Wodka kann auch bei Zimmertemperatur getrunken werden. Diese Geschmacksprobe hilft, guten von schlechten zu unterscheiden: die Kühlung würde einen schlechten Geschmack verdecken.

Ginger Beer

Ursprünglich war Ginger Beer ein alkoholisches Getränk, frischer Ingwer wurde mit Wasser und Champagnerhefe vergoren. In Großbritannien wurde es überwiegend für den eigenen Bedarf hergestellt. In den USA geriet es durch die Prohibition in Vergessenheit. Heute finden sich vorwiegend alkoholfreie Varianten auf dem Markt. In der Bar wurde es in vielen Bereichen durch das gefälligere und süßere Ginger Ale ersetzt, nicht aber beim Moscow Mule.
Gut geeignet ist das Ginger Beer von Fentimans und Thomas Henry. Warum aber nicht Selbermachen? Die Beveristas werden demnächst den Versuch starten und darüber berichten.

 

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