geNUSSschnaps

geNUSSschnaps

Oft sind Anfang und Ende der gleiche Punkt
Seit der Geburt das selbe Blut, das durch die Adern pumpt
Wir fangen jedes Jahr
Zur gleichen Zeit an zu frieren ... *

Ganz wie im richtigen Leben haben auch die Beveristas ihre Traditionen im Jahreskreis,  besondere Tage, die spezielle Getränke erwarten/erlauben/ergeben. Das beginnt mit dem Glas Champagner in den ersten Sekunden des neuen Jahres. Das kalte Bier um 3:00 früh am Würstelstand bei der Albertina nach dem Jägerball. Im Mai die Waldmeisterbowle. Den ersten Strawberry Margarita mit frischen Erdbeeren im Juni. Im August der herbe Most, der nur dort schmeckt und sonst nirgends, beim Schweinsbratenbauer in Parschallen am Attersee mit kitschig rosa Sonnenuntergangsnaturbeleuchtung des gegenüberliegenden Bergs. Um Martini die steirischen Junker und Wiener Jungweine. Der erste  Punsch am letzten Sonntag im November an unserem Punschstand von Rotary Wien Mozart. Und und und.

Um den 24. Juni, den Geburtstag des Heiligen Johannes des Täufers zieht es die Beveristas ins Grüne, genauer gesagt zu den grünen Walnüssen der Nussbäume, die zahlreich den Marchfeldkanal säumen. Da werden wir dann zu Eichhörnchen und pflücken, was in den Korb passt. Nachhaltig versteht sich von selbst, wir räumen nicht einen Baum leer wie die Heuschrecken sondern nehmen ein paar vom jedem Baum, um ihn nicht zu sehr zu schädigen.

Die Nüsse müssen innen glasig sein - die hölzerne Schale darf sich noch nicht ausgebildet haben. Dann sind sie perfekt - eingelegt als Beigabe zu Wild, Käse, Kaiserschmarrn und für Nussschnaps.

Das Ansetzen von Schnäpsen oder Likören hat nichts mit Brennen oder Destillieren zu tun. Wir mazerieren. Das heißt, wir lösen mit Hilfe von hochprozentigem Alkohol die Aromastoffe aus Früchten, Kräutern oder Beeren. Keine Hexerei. Als Faustregel gilt: ein großes Glas zur Hälfte mit dem Aromaträger füllen, so viel Alkohol dazugeben, bis die doppelte Menge entsteht. Nach Belieben Zucker beigeben. Es braucht weder besondere Küchengeräte noch ausgefallene Hilfsmittel. Es braucht Zeit. Viel Zeit. Und ganz viel Licht.
Wir haben drei verschiedene Ansätze gemacht, in den ersten Herbsttagen werden wir wissen, ob es gelungen ist. Jetzt heißt es einmal abwarten, jetzt ist die Sonne an der Reihe.

Johannesschnaps

  • 10 grüne Nüsse
  • 1 L Kornbrand
  • 1 Stange Zimt
  • 5 Gewürznelken
  • Schale einer halben Zitrone
  • 3 Scheiben Orangen

Die Nüsse zerkleinern und mit dem Korn in ein weithalsiges Gefäß geben. Die Aromaten zum Ansatz geben.
Das verschlossene Gefäß zwei Monate an einen sonnigen Ort stellen, dann filtrieren. Weitere drei Monate kühl und dunkel reifen lassen.
In sterilisierte Flaschen abfüllen.
nach Matthias Pirker, Pirker Lebkuchen
 

Walnusslikör

  • 1 kg grüne Walnüsse
  • 10 g Zimtrinde
  • 5 Gewürznelken
  • 2 L Weinbrand
  • 400 g weißer Kandiszucker
  • 400 g Kristallzucker

Nüsse im Mörser zerstampfen und mit den Aromaten im Weinbrand ansetzen. 5 Wochen kühl und dunkel lagern. Aus dem Zucker und 800 ml Wasser einen Sirup herstellen, gut in den Ansatz einrühren und ein Monat kühl und dunkel lagern.
Abseihen und einen Tag ruhen lassen. Anschließend filtrieren.
In sterilisierte Flaschen füllen und noch drei Wochen ruhen lassen.
 

Geheimrezept Nussschnaps

  • 500 ml Weingeist
  • 500 ml Sirup (von 20 dag Zucker)
  • 10 grüne Nüsse
  • 1 Vanillestange
  • Schale von 1 Orange

Nüsse klein schneiden. Alle Zutaten in ein weithalsiges Gefäß füllen. 2 Monate an einem sonnigen Ort stehen lassen. Abseihen, bei Bedarf mit Sirup nachzuckern und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Photos: Renate Eder

* hier geht´s zum Lied  Johannes Oerding: Kreise

Sommerhit coldbrew

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Persischer Rosenblütensirup

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